Lebensumstellung 2: Milch weg

Milch — so, wie wir sie aus dem Supermarkt kennen, ist kein Naturprodukt. Es tut mir leid. Auch für mich war diese Erkenntnis irgendwie bitter. Denn ich hatte das immer so gelernt. „Die Milch macht‘s!“ „Jung‘, trink deine Milch, damit du groß und stark wirst!“ — Alles Quatsch, hab ich jetzt verstanden.

Aufmerksam wurde ich auf das Thema mit der Milch, als ich in meiner Reha-Maßnahme war — das war meine erste Reha und sie war sehr gut für mich, kann ich ja an anderer Stelle noch mehr drüber schreiben. Ich hatte ein Gespräch mit einer Osteopathin der Reha-Klinik, sehr aufschlussreich, sehr wertvoll. Dann habe ich noch mehr darüber gelesen und ein paar Dinge für mich klargestellt und neu sortiert. 

All das hat nun dazu geführt, dass ich absolut keine Milch und keine Milchprodukte mehr zu mir nehme. Kaffee trinke ich nur noch schwarz. Adieu, mein geliebter Cappuccino (oder Latte macchiato), mit feinporig aufgeschäumter Milch. Müsli oder Cornflakes mit Milch? Nein, auch nicht mehr. Erfrischender Joghurt und Quark, lange Zeit für mich eine beliebte Proteinquelle: Nein. Aber für mich das allerschlimmste: Kein Käse mehr. Und ich liebe Käse wirklich, je würziger desto lieber! Blauschimmelkäse, Limburger, Harzer Roller, aber auch leckersaftiger junger Gouda. Ich bin wirklich Käseliebhaber. Aber nun: alles nichts mehr für mich! : (

Ganz wichtig! 
Ich habe überhaupt kein Interesse, irgendwem die Milch madig zu machen oder Milch an sich schlecht zu machen oder so. Ehrlich nicht. Ich bin ja selbst ganz zwiegespalten mit dem Verzicht auf Milchprodukte. Nichts für ungut. Ich schreibe nur, was mir im Kopf umhergeht und wie ich persönlich damit umgehe. Jedem seine Milch! Außerdem finde ich es wichtig, dass man Ausnahmen macht und sich selbst auch mal Schwächen eingesteht und tolerant mit sich selbst umgeht. Und so gönne ich mir, z.B. jetzt in der Weihnachtszeit, auch mal einen Klacks Sahne auf den Kuchen. Oder zwei! Alles andere wäre ja auch nur wieder selbstgemachter Stress. Und Stress ist nicht gut.

Milch, Kuhmilch, ist die Säuglingsnahrung der Spezies Kuh. Kein anderes Tier trinkt die Säuglingsnahrung einer anderen Tierart. Nur wir Menschen machen sowas. 

Zudem ist es so, dass die Milch, die wir im Supermarkt kaufen, vollkommen denaturiert ist und mit der Milch aus der Kuh wirklich nicht viel zu tun hat. Aber das ist ja fast schon Nebensache, neben der vielen anderen Gedanken zur Milch.

Für mehr Erkenntnisse zur Milch, oder besser gesagt zum industriell hergestellten Produkt Milch, für das viele Millionen Kühe unter nicht artgerechten Bedingungen den Rohstoff liefern müssen, verweise ich auf das Buch „Die Milchlüge – die Milch macht‘s leider doch nicht“ von Elena Krieger. (Das ist keine Werbung oder Sponsering, nur meine persönliche Empfehlung!)

Nichts mehr mit Milch für mich.

Das hat für mich in der Hauptsache mit dem Weglassen von Milchprotein (Casein) zu tun. Mit der sonst berüchtigten Laktose (Milchzucker) hat das eher nichts zu tun.

Ob die MS nun durch Milchkonsum entsteht oder ob eine bestehende MS durch Milchprotein weiter „befeuert“ wird — wer weiß das schon so genau. Es gibt einige Thesen, die dafür sprechen. Zumindest gibt es Auffälligkeiten.

The issue in MS is that parts of cow’s milk protein are identical to the protein in myelin. (Jelinek, G. 2016: Overcoming Multiple Sclerosis (kindle), chapter 7 ff.)

Als ich diese Zeilen gelesen habe, sind bei mir alle Alarmglocken angegangen. In dem genannten Buch von Prof. George Jelinek, einem Neurologen, der selbst an MS erkrankt ist und sich, wie ich finde, auf ganz besondere und hilfreiche Weise dem Thema widmet, wird sehr gut beschrieben, wie die Autoimmunreaktion abläuft, also die Zerstörung unserer Myelinscheide um die Nervenbahnen im ZNS durch die eigenen Immunzellen.

Wenn man sich für solche biologischen Abläufe nur kaum interessiert und in der Schule Biologie echt ätzend fand und stattdessen lieber Rock ‘n‘ Roll machen wollte (so wie ich ;), ist das keine besonders anregende Lektüre. Aber hilfreich, das ist sie. Daher kann ich dieses Buch empfehlen.

Für mich jedenfalls ergibt sich aus den Erkenntnissen, die ich gewinnen konnte, der zweite Schritt meiner Lebensumstellung.

Lebensumstellung 2 — Keine Milch, keine Milchprodukte.

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