Lebensumstellung 3: Gluten – weg!

In meinem letzten Beitrag zu Low-Carb/High-Fat hatte ich ja angedeutet, dass ich etwas zu meiner Ernährungsumstellung bezüglich Gluten schreiben werde.

Ich probiere ja viel aus, mache mal hier was, lasse da mal was weg. Ganz naiv eben. Und bei all dem hat sich eine Sache als unschlagbar effektiv gezeigt:

Das Vermeiden von glutenhaltigen Lebensmitteln.

Was ist Gluten?

Neben den vielen Quellen in Internet und Literatur, die diese Frage beantworten, kann ich Dir dazu einige für mich herausragende Punkte nennen:

  • Gluten ist (hier vereinfacht) Protein, ein Getreideproteingemisch
  • Das Wort Gluten kommt aus dem Latein und bedeutet: „Leim“. Man sagt auch Klebereiweiß dazu.
  • Die höchste Konzentration davon besitzt der Weizen, daher hört man in dem Zusammenhang auch immer wieder „ich esse keine Weizenprodukte“ – dennoch enthält zum Beispiel auch Roggenmehl Gluten.
  • Gluten baut in der Verarbeitung (Teig usw.) stark bindende, stabile und doch elastische Proteinketten auf, die sich ganz toll dazu eignen luftig-lockeres Gebäck zu fertigen.

Ich habe früher total gerne Pizzateig selbst gemacht. Aus Hefe, Weizenmehl und Wasser. Nach dem Anrühren drei Tage im Kühlschrank reifen lassen. Dieser Teig ist so umwerfend lecker — er zerfließt regelrecht und wird im Ofen zu einem Gedicht an Pizzaboden, das den saftigen Käse wie ein Daunenkissen in sich bettet.

Ihr seht, ich liebe Essen und der Verzicht auf all das ringt mir wirklich viel ab! :)
  • Diese Gluten-Ketten kleben aneinander und an allem anderen, was mit ihnen in Berührung kommt. Schonmal versucht, Weizenteig-Reste den Ausguss runterzuspülen? Bei größeren Mengen hilft nur noch die Chemie! XD
  • Der Weizen, den wir üblicherweise kaufen können bzw. der in unseren Lebensmitteln verarbeitet wird, ist nicht derselbe wie, sagen wir, vor 100 Jahren. Denn es sind die Anforderungen, die wir in der modernen Lebensmittelproduktion an das Getreide stellen, die maßgeblich die Eigenschaften des Getreides bestimmen. Was wir Menschen hingegen brauchen, um uns vom Getreide zu ernähren, ist beim Fortschreiten der Industrialisierung in den Hintergrund getreten. So kommt es, dass unser Weizen von heute viel mehr Gluten enthält, als die Natur sich das ursprünglich gedacht hat. Gluten ist einfach ein toller Baustoff für alle möglichen Produkte.

„Nee, ich hab‘ kein Problem mit Gluten, hab‘ ja gottseidank keine Zöliakie!“ — hab ich immer gesagt.

Stimmt auch, ich habe gottseidank keine Zöliakie. Und ich habe auch kein Bauchweh (geiles Wort!) oder Schmerzen, wenn ich Glutenhaltiges esse.

Aber irgendwas tut sich in meinem Körper, wenn ich — über Tage hinweg — es unterlasse, jegliche Lebensmittel, die Gluten beinhalten, zu essen.

Das sind Brot, Nudeln, Kuchen, mit Mehl eingedickte Soßen, Müsli (ja, auch Hafer hat Gluten!) und meine geliebte Pizza.

Das ist ganz schön hart. Aber es geht mir so viel besser damit!

Den Wichtigsten Punkt aber habe ich noch gar nicht erläutert, nämlich:

Wie beeinflusst das Weglassen von Gluten meine MS?

Meine typischen Entzündungserscheinungen gehen zurück. Das ist mein subjektives Empfinden. Mein nächstes MRT wird mir vielleicht mehr Aufschluss darüber geben.

Aber auch objektiv gibt es da viele Ansätze. Hier werfe ich mal die Stichworte „Leaky Gut“ und „Autoimmunreaktion durch Gliadin“ ein.

Darüber sollte ich auch mal etwas schreiben.

Lebensumstellung 3 — Kein Gluten, keine Getreideprodukte.

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