MS-Logbuch – Tag 4

8:20 Uhr

Aufstehen

Ins Bad, fertig machen.

  • Setz ich mich beim Zähneputzen diesmal wieder auf den Wannenrand? Nein, mal schauen, was die Kräfte so sagen…..
  • In den letzten Monaten habe ich das so gemacht, jeden Morgen, wenn ich vor der Arbeit im Bad bin, so viel wie möglich im Sitzen erledigen, bevor es im Büro los geht…

Wie ist das allgemein auf meinem Arbeitsweg im Auto?

  • die Strecke dauert bei normalem Verkehrsaufkommen ca. 1 Stunde (hauptsächlich Autobahn)
  • da sitze ich zwar – aber, wenn ich in einen Stau komme (was oft passiert) wird es zum Stop-and-Go-Fahren. D.h. mein rechter Fuß ist immer in sehr steilem Winkel am Gaspedal und in Spannung aufgestellt. Das geht mir sehr auf die Kraft. Wenn ich dann (bei Stau meist 90 Minuten) auf meinem Tiefgaragen-Parkplatz am Büro ankomme, muss ich erstmal ausruhen und 5, besser 10 Minuten einfach im Auto sitzen bleiben, die Beine ausstrecken und einfach nur zur Ruhe kommen. Sonst kann ich nicht die Treppe hochlaufen und geradeaus zum Büro gehen. Ich hoffe dann auch immer, dass ich niemandem begegne, der mich dann auf mein hinkendes Laufen anspricht. Das ist auch schon einige Male passiert. Was mir sehr unangenehm ist. Ich versuche dann immer einfach mit einem Lächeln darüber hinweg zu gehen.

09:00 Uhr

Ein paar Dinge noch aufräumen (Betten machen etc.) und die Küche herrichten, für das Frühstück alles herrichten. Die Kaffeemaschine habe ich lange nicht mehr sauber gemacht, sollte ich vor dem ersten Kaffee heute auf jeden Fall noch tun.

Gesamtzeit an der Spüle ca. 20 Minuten, stehend. Sehr anstrengend. Mit den Händen auch viel „Gefrickel“ unter laufendem Wasser (Kaffeemaschine ist kleinteilig, blöd zu reinigen).

Dann endlich alles sauber und wieder zusammengebaut.

Schnell hinsetzen – ich kann nicht mehr stehen, mein Gesamtkörper senkt sich dann immer in eine Beugehaltung. Meine Frau sagt dann immer „du stehst schon wieder völlig krumm, setz dich hin jetzt – sofort!“ (Ja, sie kann sehr streng sein! :D)

09:30 Uhr

Ich setze mich zum Ausruhen meiner Beine eine ganze Zeit lang hin und tippe diesen Text hier runter.

Beim Tippen fällt mir auf, dass meine Hände, meine Finger nicht mehr „geschmeidig“ und flink an der Tastatur sind. Das passiert mir vor Allem auf der Arbeit häufig. Ich schreibe viel am Computer. Das ist ein echtes Problem, wenn das nicht mehr so richtig will.

Davor habe ich auch am meisten Angst, dass meine Hände irgendwann nicht mehr wollen.

10:00 Uhr

Schon jetzt bin ich vollkommen erschöpft. Frühstücken. Ins Büro schaff‘ ich’s gar nicht mehr. …uff…

15:00 Uhr

Sitzen, Lesen, Ruhe.

16:00 Uhr

Ich bin sehr müde und fühle mich immer noch erschöpft.

17:00 Uhr

Aller Gegenwehr zum Trotz: ich leg mich hin.

20:00 Uhr

Am Abend hab ich noch für uns gekocht.

Résumé

Erschöpft bevor der Tag überhaupt beginnt. Ich will überhaupt nicht rumjammern, das ist nicht mein Ziel und auch nicht meine Art. Und jeder hat mal solche Tage; keine Lust, keine Kraft, keine Energie.

Aber diese Tage mehren sich bei mir und folgen auf einander. Und auch Erholung braucht Kraft – und wenn deine Kraft nicht mal ausreicht, um den Körper wieder zu erholen, dann wird es vielleicht schwierig…

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