Bedürfnis-Tanks (3/3) – Kraftquellen

„Was ist die Nahrung für meine Bedürfnisse?“

Diese Frage habe ich mir am Ende des zweiten Teils zu meinen Bedürfnis-Tanks gestellt.

Aus meinen Kraftquellen komme sie, diese „Nahrung“, hatte ich geschrieben. Aber was hat es damit auf sich, mit diesen Kraftquellen?

Den Begriff der Kraftquellen habe ich aus einem Gespräch mit meiner Therapeutin für mich gewinnen können.

Jeder Mensch hat Kraftquellen, klar, davon bin ich überzeugt. Dinge, Interessen, Talente, Fähigkeiten aus denen man Kraft schöpft.

Manche kochen gerne. Manche machen Musik. Oder vielleicht Sport. Manche schöpfen ihre Kraft aus dem Zusammensein mit anderen Menschen. Manche gewinnen Kraft aus dem Alleinsein. Manche finden Kraft im Reisen, manche in Ihrem Glauben.

Es gibt so viele verschiedene Kraftquellen, so viele wie es verschiedene Menschen gibt.

Ich glaube, die Aufgabe, die wir Menschen haben… – nein, die große Chance, die wir haben, ist es, unsere Kraftquellen aufzuspüren, sie als Geschenk zu erkennen und für uns positiv zu nutzen.

Wie man das letztlich macht, dieses Aufspüren bzw. Identifizieren, macht ja jeder Mensch anders. Mir z.B. ist bei so etwas immer wichtig, die Dinge in Worte zu fassen. Damit gewinnen sie für mich an Bedeutung und Leben.

Deshalb bin ich für mich nach diesem Schema hier vorgegangen:

Wie mache ich das mit meinen Kraftquellen?

1. Erkenntnis formulieren
Was mache ich besonders gerne. Einfach mal so aus dem Bauch heraus. Beim Gedanken an eine bestimmte Sache – habe ich spontan und durch und durch ein gutes Gefühl? Wenn ich mir diese Sache bildlich vorstelle, lächle ich dann? Aufschreiben! Kurzer Satz, klar und deutlich, einfaches Wort, ohne wenn und aber.

2. Kritische Frage (an mich) stellen
Dies ist die Frage nach dem „Warum“. Du machst das gerne und willst es? Du verspürst das Bedürfnis danach? Warum machst du es nicht einfach?

3. Appell (an mich selbst)
Du wünschtest, du würdest, du könntest? – Schluss damit! Mach’ es.

Praktische Beispiele, so sieht das aktuell aus:

Meine Kraftquellen

  1. Erkenntnis formulieren:
    Du liebst Musik und liebst das Singen.
  2. Kritische Frage stellen:
    Warum singst Du nicht??
  3. Appell
    Geh in einen Chor!
  1. Du träumst davon Klavier zu spielen.
  2. Warum lernst Du nicht Klavier spielen?
  3. Lerne Klavier spielen!
  1. Du liebst Pferde, sie sind faszinierend und sind voller Demut, Respekt und treuer Liebe.
  2. Warum reitest Du nicht?
  3. Such Dir einen Reithof und lerne reiten!
  1. Du liebst das Schreiben, Deinen Gedanken Ausdruck zu verleihen und sie niederzuschreiben.
  2. Warum machst Du keinen Blog?
  3. Mach’ Deinen eigenen Blog!
  1. Du liebst es, in Deine Mitte zu gehen, nur Dich zu spüren und geschützten Raum in Dir selbst zu finden.
  2. Warum meditierst Du nicht?
  3. Meditiere – jeden Tag!
  1. Dein Leben liegt vor Dir und Du kannst alles tun, was Du Dir erträumst.
  2. Warum fängst Du nicht wieder an zu träumen?
  3. Fang‘ wieder an zu träumen!
  1. Du liebst es, zuversichtlich, positiv und glücklich zu sein.
  2. Warum bist Du nicht glücklich?
  3. Lass Dich von Deinem Leben führen*, lass Dich zu – und sei glücklich!
    (*) und nicht umgekehrt!

Klingt alles naiv und zu sehr vereinfacht. Mag sein. Aber einige Punkte habe ich schon für mich erreicht. Und die anderen kommen auch noch dran.

11 Kommentare zu „Bedürfnis-Tanks (3/3) – Kraftquellen

  1. So einfach, wie du es aufgeschrieben hast … es war mir so nie bewusst.
    Als ich die Überschrift las, formulierte ich im Kopf den Kommentar „Meine Kraftquelle ist verschüttet“.
    Nach dem Lesen des Beitrages geht mir durch den Kopf:
    1. was mag ich? Fotografieren.
    2. Warum mach ich nicht endlich den Fotokurs?
    3. Probiere es, auch wenn du nicht alles verstehst! Fang an!
    Fazit: Perfekt, DANKE!

    Gefällt 2 Personen

  2. „… die große Chance, die wir haben, ist es, unsere Kraftquellen aufzuspüren, sie als Geschenk zu erkennen und für uns positiv zu nutzen.“
    Danke dafür, diesen Gedanken sichtbar gemacht zu haben.

    Gefällt 2 Personen

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