Etwas stimmt nicht mit mir (Meine Geschichte Teil 2)

Ich gehe also los. Nochmal gecheckt, alles dabei, kleines Gepäck.

Meine übliche Strecke verläuft an einem wunderschönen Bach entlang. Ein kleiner Bach, der ganz ruhig, irgendwie fast gemütlich durch den Wald plätschert.

Ich gehe gemächlich, streife so vor mich hin über den weichen Waldboden und atme die Luft. Mal kühl und frisch, mal etwas wärmer und moderig, ganz danach, wie die Sonnenstrahlen gerade durch die Baumkronen auf den Boden fallen und ihn wärmen. Ein wunderbarer Ort.

Ab und zu, immer wenn ich einen schönen Bildausschnitt entdecke, hocke ich mich zum Boden und mache ein Foto, knips-knips. Dann wieder hoch, aus der Hocke raus und weiter geht’s. Ein schöner Spaziergang an einem wirklich schönen Tag.

Von Mal zu Mal fällt es mir schwerer, mich aus der Hocke zu „schälen“ und meinen Körper bis in den geraden Stand zu bringen. Seltsam, was is’ heute bloß los, war wohl doch eine härtere Woche als gedacht!?

Dann irgendwann merke ich, ich fang’ an mein rechtes Bein so komisch hinterher zu ziehen. Gar nicht bewusst, eher ist es so, dass ich Gefahr laufe, über die Unebenheiten und herumliegenden Äste zu stolpern. Immer wieder verheddere ich mich mit der Spitze meines rechten Schuhs und falle dabei fast hin.

Was ist nur los? Ich setze mich auf einen Baumstumpf am Wegesrand und bleibe einfach ein paar Minuten. Wirklich schön die Umgebung und die Bäume hier, ach und diese Luft! Da kann man doch auch einfach mal etwas länger sitzen bleiben.

Ausgeruht und wieder fit. OK, also weiter geht’s!

Hier noch ein Foto geschossen, da noch mal pausiert – ich lass’ mir heute mal richtig Zeit! Ich habe doch alle Zeit der Welt, ist ja schließlich Wochenende!

Aber immer wieder, so merke ich, ziehe ich mein rechtes Bein nach, kann meinen Fuß nicht mehr richtig anheben. So dass ich mit jedem Schritt mit meiner Fußspitze an irgendwas am Waldboden hängen bleibe.

Keine Schmerzen. Nein, nein. Aber ich fühle mich total ungelenk, ungeschickt, holperig. Ich ertappe mich dabei, wie ich den Waldboden mit meinen Blicken prüfe, ob er an der Stelle unter mir weich genug sei, meinen möglichen Sturz abzufedern.

Und ich spüre: etwas stimmt nicht.

Kennst du das? Du entdeckst etwas Unbekanntes, noch nicht Dagewesenes an deinem eigenen Körper. Oder dieses gewisse Gespür, das du zu dir selbst hast, das du zu deinem Körper hast, es ist irgendwie anders. Und ohne, dass jemand von außen dir das sagen müsste, weißt du ganz genau, irgendwas ist nicht richtig, „irgendwas stimmt nicht mit mir.“

Und so war es an diesem Morgen. In dem Wald, an dem gemütlich plätschernden Bach. Etwas war nicht in Ordnung mit mir.

Und ich wusste, es musste etwas Großes sein.

3 Kommentare zu „Etwas stimmt nicht mit mir (Meine Geschichte Teil 2)

    1. …nein nein, Luise…nicht traurig…und sei nicht bedrückt damit….diese Geschichte ist ja Teil meines Lebens…so ist mein Leben. Und ich bin glücklich mit allem, wie es ist…nicht einfach…aber wer hätte das je gesagt, dass es einfach wird…

      Ich wünsche Dir einen schönen Abend voller Leichtigkeit und guter Gedanken –
      LG:)

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