Meditation

Meditieren hat nichts mit Krankheit zu tun.

Meditieren kann jeder Mensch.

Vielleicht wäre es auch gut für jeden Menschen.

Auch für mich wäre es viel früher schon sicherlich gut gewesen zu meditieren. Hab’ ich aber nie gemacht. Naja, zumindest nicht so richtig und bewusst.

Ein guter Freund hatte mich früher immer ermahnt, ich solle es doch mal versuchen, dieses Meditieren. Ich erwiderte dann: „Wieso!? Ich meditiere doch, wenn ich allein im Zimmer auf der Bettkante sitze und Gitarre spiele, singe, Musik mache.“

Naja, so ist das wohl auch, glaube ich. Jeder Mensch hat so seine eigene Art in Kontakt mit sich selbst zu treten. Und dafür, davon bin ich überzeugt, gibt es nicht den einen Weg. Nicht die eine Methode, die richtige Technik, das gültige Ritual, das eine passende Gebet.

Doch eine Sache gibt es in meinen Augen tatsächlich, die für Meditation entscheidend ist. Denn ganz gleich in welcher Gemütslage ich bin und egal unter welchen Umständen sie stattfindet. Sei es umständlich oder ganz leicht. Ob ich den Kopf frei habe oder es mir nicht gelingt abzuschalten. Ob ich gut aufgelegt oder viel zu müde bin. Völlig ruhig, ausgeglichen und im richtigen „Mood“ oder gänzlich zerstreut und ruhelos.

Alles nicht so wichtig, nur eines scheint mir wichtig zu sein für die Meditation: Bereitschaft.

Bereitschaft mich einzulassen. Bereitschaft hier zu sein. Bei mir zu sein. Bereitschaft Kontrolle und Ratio aufzugeben. Bereitschaft mich anzunehmen.

Bereitschaft mich zu lieben.

Denn es ist so: meine MS hat mich auf die Probe gestellt. Hat mir Fragen aufgegeben.

Kann ich mich so noch annehmen? Kann ich mich so noch liebenswert fühlen?

Spüre ich mich? Wie viel „Ich“ spürt ein Mensch, wenn der Körper nicht mehr spürbar ist? Bleibt dann nur noch Geist?

Wer bin ich? Wenn so viele Erfahrungen meines Lebens nur Erinnerungen sind und sie keinen Raum mehr behalten werden, im weiteren Leben.

Kann ich mich neu erfahren? Alles hinter mir lassen und Lebendigkeit neu lernen?

All diese Fragen sind es, die mich hier her bringen.

Vertrauen habe ich, dass es Antworten für mich geben wird.

Bereitschaft habe ich, die Antworten zu tragen.

8 Kommentare zu „Meditation

  1. Hallo Farouk,
    für mich ist es hilfreich, nicht immer zu vergleichen und im Anschluss zu bewerten – auch wenn Vergleiche und Bewertungen in unserem Leben außerordentlich wichtig sind.
    Darüber hinaus hilft es manchmal, nicht im gestern oder morgen zu verharren, sondern das hier und jetzt aktiv zu gestalten. Ja, ich weiß, das ist nichts wirklich neues und das wissen wir alle. Aber handeln wir auch immer danach, besonders dann, wenn es sinnvoll und hilfreich ist?
    Vielleicht ist „Achtsamkeit“ nach Jon Kabat-Zinn etwas für Dich, das aus Meditation heraus entstanden ist.
    Viele Grüße
    Rolf

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Rolf,
      Danke für Deinen Kommentar!
      Ja, nicht vergleichen und bewerten, was einem in Gedanken begegnet, da hast Du recht, das ist sicher eines der wichtigsten Ziele, die man haben kann, im Leben – und beim Meditieren umso mehr!
      Ich habe schon einmal über Achtsamkeit nach Jon Kabat-Zinn gehört. Nach Deiner Empfehlung hier, werde ich mich nun wohl damit näher beschäftigen. Danke für den Tipp! :)
      Liebe Grüße, Farouk

      Gefällt mir

Was denkst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.