Ich habe vor einiger Zeit viel über Bedürfnisse (geschrieben und) nachgedacht (#beduerfnistanks).

Und dabei hatte ich erkannt, dass ich genau das viel zu wenig getan habe in der Vergangenheit. Sowas habe ich irgendwie zu wenig gemacht, oder? Über meine eigenen Bedürfnisse nachdenken, sie mir bewusst machen und – zu ihnen stehen.

„Viel zu tun, viel zu tun!“ Immer ist es „das Nächste“, was ich eben noch fertig machen will und dann – danach endlich mal den Kopf freikriegen und nachdenken.

Genau dazu kommt es aber nicht. Entweder, weil dann schon wieder „das-Nächste-eben-noch-schnell-fertig-machen“ auf seine Erledigung wartet.

Oder: weil ich dann – erschöpft und genervt von all dem Erledigen – wirklich gar nichts mehr tun oder denken will und mich vor den bescheuerten Fernseher knalle oder den Facebook-Stream durchrattern lasse (meiner Meinung nach eine weitere tolle Kulturtechnik zum Nicht-Weiter-Nachdenken.)

Einfach nur mal abschalten. Das wäre schön.

„Abschalten!? Du willst abschalten? So richtig? Dich abschalten??!!“, werfe ich auf mein Spiegelbild, tiefer Blick in die Augen.

Abschalten.

Aber wenn…

  • ich mich nur noch „abschalte“ (und somit nicht mehr nachdenke)
  • ich nur noch meinen hochgetakteten Alltagsrythmus bewältige (was mir ja auch nur gelingt, wenn ich mir weniger und damit nicht genügend Zeit zum Nachdenken einräume),

…wann finde ich denn dann mal Ruhe, um wirklich nachzudenken über

  • mein Leben
  • meine Menschen
  • mein Menschsein
  • meine Werte
  • meine Bedürfnisse

Wann? Wann schenke ich mir Raum dafür?

Für die Beantwortung dieser Frage werde ich wohl noch längere Zeit, werde ich mehr Raum brauchen.