MRT heute.

In zwei Stunden geht’s los. Heute geh’ ich ins MRT. In die Röhre. Der MRT-Beat geht wieder los. ( https://msnaiv.blog/2019/03/21/der-mrt-beat/ )

„Und? Wie fühlst du dich damit?“

Weiß ich nicht, ich kann’s nicht sagen. Was macht das schon. MRT. Macht nichts besser und nicht schlechter. Ist ja keine Bestrahlung, keine Therapie. Nur Diagnose. Nur mal rein gucken, was da so los ist in meinem Zentralnervensystem. Was so passiert ist.

Neue Herde? D.h.: hat es seit dem letzten MRT erneut Entzündungen gegeben?

Antwort weiß ich ja jetzt schon: Ja, klar! Ich hab’ ja neulich erst einen Schub gehabt, also akute Entzündungen. Dann Kortison und so weiter. (http://ms-logbuch-27032019-und-was-es-mit-kortison-auf-sich-hat)

Ok. Wir schauen uns also an, wie großflächig die Entzündungen stattgefunden haben. Also: War es ein kleines Strohfeuer oder ein ganzer Waldbrand, der da entzündet wurde.

Aber was sagt das denn dann aus, wenn wir uns das genau angeschaut haben werden? Etwa,

…wie ich mich fühle? Nein. Wie ich mich fühle, das weiß nur ich, fühle nur ich, genau in diesem Moment. Lässt sich nicht abbilden, und sei die dafür eingesetzte Technologie noch so hochentwickelt.

…wie es weitergeht? Nein, auch nicht. Der Stand, den mein Nervensystem jetzt hat, sagt nichts aus über das, wie es morgen sein wird — ist es nicht so? Na gut. Prognosen und Annahmen, gewisse Rückschlüsse, die sich vielleicht aus Statistik ergeben (Mathematik mochte ich noch nie besonders). Aber wie es bei mir sein wird? Kann niemand sagen.

…was als Nächstes zu tun ist? Das vielleicht schon. Medikamente. Schwere, harte, tiefgreifend wirkende Medikamente. Im Arztgespräch wird das kommen. Das weiß ich, schon jetzt. Und ja, ich bin vielleicht unvernünftig, dass ich auch jetzt schon weiß, dass ich dann wieder ablehnen werde. Aber ich möchte das eben einfach nicht. Ich habe kein Vertrauen in diese Art der Therapie.

…also, nichts. Nichts sagt es aus.

Ich habe ein ganz gutes Körpergefühl — durch meine MS erst recht bekommen! Und ich weiß, ziemlich genau zumindest, wie es in mir drin aussieht. Oder wie meine „Klinik“ ist, wie die Ärzte auch immer mal wieder zu sagen pflegen.

Und ich weiß, was weiter für mich zu tun ist:

Bewegung — Ernährung — Stressabbau.

Meinen Fokus auf diese Dinge weiter beibehalten.

Und, vor Allem: leben!

Mal sehen, was Ärzte und Radiologen nach dem MRT dazu sagen werden.

8 Kommentare zu „MRT heute.

  1. Moin Farouk – ich habe nun seit >3 Jahren nicht mehr ‚reinschauen lassen‘ nach anfangs halbjährlichen Scans . (keine Ahnung, ob es danach nochmals mehr Details zu weiteren Ergebnissen gab. Hier der Beitrag in life-sms vom 14.02.2016 – über die vermeintliche Harmlosigkeit von MRTs -mitnichten!).
    Nicht sicher,ob es eine gute Idee ist, das hier komplett reinzupasten, aber ich machs jetzt einfach mal. Soll nicht wieder vorkommen. Wie dem auch sei: Toitoitoi! ~ Ilse

    „MRT-Scans: Doch nicht so harmlos wie gedacht?

    Unsere (und nicht nur unsere) kritische Haltung zum Nutzen allzu häufiger MRT-Scans ist auf lsms.info schon hinreichend beschrieben; siehe: Bildgebende Verfahren (MRT).

    Ganz aktuell kommt aber ein Argument hinzu, was inzwischen sogar den Berufsverband der Deutschen Nuklearmediziner zu einer warnenden Pressemitteilung veranlasste:„Berlin, Januar 2016 – Das Metall Gadolinium, ein Bestandteil von Kontrastmitteln für die bildgebende Diagnostik im Rahmen einer Magnetresonanztomographie (MRT), kann sich nach der Untersuchung im Gehirn ablagern. Bislang ist unklar, ob die Ablagerungen zu gesundheitlichen Schäden führen. Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) rät jedoch, die Kontrastmittel vorerst nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen. Das Herz etwa lasse sich auch mit einer Myokardszintigraphie oder Ultraschall untersuchen, so der Verband. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Prüfung zu Gadolinium eingeleitet.“ [Quelle: Nuklearmediziner empfehlen alternative Untersuchungen fürs Herz].
    MRT-Schnitt durch ein normales menschliches Gehirn
    MRT-Schnitt durch ein normales menschliches Gehirn

    Gadolinium ist ein Metall aus der Gruppe der seltenen Erden und wird intravenös verabreicht, um beispielsweise Tumore oder entzündliche Vorgänge im Gehirn oder Rückenmark darzustellen.

    Wie eine Gruppe japanischer Wissenschaftler im Rahmen einer aktuellen Studie darstellt, wäre es möglich, dass sich Gadolinium-Ionen aus ihrem Chelat-Komplex lösen und in bestimmten Hirnstrukturen anlagern könnten. Ob es dadurch zu einer Schädigung kommt, konnte in der Studie jedoch nicht festgestellt werden. Es gibt deshalb derzeit noch keine darauf bezogenen Einschränkungen in der Verwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln. Allerdings hat auch die amerikanische FDA eine Untersuchung zur Prüfung der Risiken durch Gadolinium eingeleitet und ruft zu folgendem auf: „We urge health care professionals, patients, and parents/caregivers to report possible side effects involving GBCAs to the FDA MedWatch program“

    Für die Experten unter unseren Lesern ist die vollständige Studie hier frei einsehbar:

    Kanda, Tomonori; Ishii, Kazunari; Kawaguchi, Hiroki; Kitajima, Kazuhiro; Takenaka, Daisuke (2014): High Signal Intensity in the Dentate Nucleus and Globus Pallidus on Unenhanced T1-weighted MR Images: Relationship with Increasing Cumulative Dose of a Gadolinium-based Contrast Material. In: Radiology 270 (3), S. 834–841. DOI: 10.1148/radiol.13131669.

    Und die Konsequenz für uns in Bezug auf MRTs muss somit um einen Halbsatz erweitert werden:

    Zu Beginn Ihrer Erkrankung bzw. in der Basisdiagnostik ist ein MRT-Bild sinnvoll, um z. B. einen Tumor als Ursache Ihrer Beschwerden auszuschließen.
    Die prognostische Aussagekraft von MRT-Kontrollen im MS-Verlauf ist höchst umstritten.
    Die Lage und Auftreten der Läsionen und die Beschwerden des Patienten sind nicht „korreliert“ – sprich: Weniger Läsionen bedeuten nicht zwingend weniger Beschwerden.
    Für Wissenschaftler sind MRT-Bilder hilfreich. Lassen Sie sich von Ihrem Neurologen erklären, wieso MRT-Bilder für Sie hilfreich sein sollten und bei durchaus bestehenden ungeklärten Risiken der MRT-Untersuchung regelmäßig angewandt werden sollten.“

    Soweit der Life-SMS-Eintrag.

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  2. Lieber Farouk, ich finde deine Einstellung zu deiner Erkrankung ganz wunderbar. Was Ilse schreibt, ist zu bedenken. generell ist keine Untersuchung ohne Nebeneffekte – körperlich und seelisch. Natürlich geht es nicht ums Verdrängen – das hätte ja keinen Sinn -, aber um das Vertrauen in das eigene Körpergefühl und die eigene Intuition, was nützt und was schadet. Je mehr dies Vertrauen wächst, desto besser auch die Selbstheilungskräfte. Wünsche einen guten Monat Mai!

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  3. Lieber Farouk, das was Ilse gepostet hat, gab mir auch schon zu denken. Ich habe mein letztes MRT aus diesem Grund auch 2016 machen lassen und seitdem nicht mehr. Was nützt es mir, wenn ich es weiß, dass neue Herde dazukommen? Ich will trotzdem keine Medikamente nehmen und ICH will mich gut fühlen und ich denke meiner Psyche tut so ein Befund sicher nicht gut. Alles Gute.

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  4. Ich habe aus den oben genannten Gründen auch keine MRT Aufnahme mehr machen lassen, denn es ändert ja nichts an der ganzen Sache. (nehme auch keine Medikamente) meine letzte Aufnahme liegt inzwischen schon zehn Jahre zurück.

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  5. So wie in dem Buch von Sven Böttcher. Was oder wem nutzt es tatsächlich, ständig sich Gedanken oder Bilder über MRT Aufnahmen zu machen. Ich habe seit Anfang 2008 keine mehr gemacht, Basistherapie konnte ich nie, stattdessen schaue ich mir lieber meine zukünftigen Lebensbilder an und fühle mich wesentlich besser. Überprüfe deine Gedanken und ändere wenn immer nötig deine Perspektiven. Ich hätte nie gedacht soviel Neues dabei zu entdecken.

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