„Ich will nur noch meine Ruhe haben.“ Das hab’ ich vor ein paar Tagen so bei mir gedacht – und heute Morgen auch schon wieder. In diesem Satz steht ja viel. Da ist ein entnervtes und vorwurfsvolles, „mann-mann-mann, ich will ja nur noch meine Ruhe haben – raff dich mal wieder auf!“ Genau so ist da aber auch ein zufriedenes und eben beruhigendes „ach-wie-herrlich, ich will nur noch meine Ruhe haben.“ Und ein paar andere Varianten schweben da auch noch zwischen den Zeilen, vielleicht.

Nun muss ich etwas ausholen. Wenn ich merke, dass bei mir etwas nicht stimmt, so etwas Grundlegendes, was mich in große Selbstzweifel und Sinnfragen verfallen lässt, dann habe ich – ganz unbewusst sicherlich – eine Strategie, um diesen Weg abwärts zu stoppen (denn das mündet für mich emotional meist in so einer Abwärtsspirale):

Alles runterfahren. Alle Kanäle zu. Alles stoppen.

Inne halten. Nichts mehr. Einfach mal die Fresse halten (frei nach Dieter Nuhr).

Und dann? Immer noch nichts. Pause. Ende. Atmen.

Atmen.

Was passiert? Mit mir? Mit der Welt? Meinem Körper? Meinem Innern?

Und wie geht es mir? Besser? Anders? …und nun weiter? Was kann ich ändern? Was will ich ändern?

Nun, all das, die letzten Tage. Fast wie Wochen. Nicht einmal das Schreiben habe ich mir noch erlaubt.

Und? Ja, besser. Und nu’? Langsam wieder hochfahren. Das, was fehlt. Das andere nicht.