Freiheit von äußeren Einflüssen

Foto: Farouk Martini - "Freiheit, der Bremer Roland"
Foto: Farouk Martini – „Freiheit“ (Der Bremer Roland)

Ich glaube, mir geht es wieder ein bisschen besser als die letzten Tage. Warum? Ich weiß nicht einmal so recht, warum es mir nicht so gut ging.

Und das ist auch mein Punkt heute. Dinge, die von außen auf mich einwirken. Äußere Einflüsse. Das können Menschen sein. Das können Umweltbedingungen sein, Wetter, Licht, Dunkelheit. Und ich würde sogar sagen, das kann auch mein eigenes Körperempfinden sein. Und vielleicht…ja, vielleicht können das sogar auch meine Gedanken sein.

Ich lerne mehr und mehr, mich unabhängig zu machen von äußeren Einflüssen. Das ist seit jeher meine Lebensaufgabe, so kommt mir das vor.

Und so eine Krankheit? Meine MS? Auch ein äußerer Einfluss?

Ich habe meine MS zwar ganz und gar für mich angenommen und gewissermaßen zu mir aufgenommen – naja, oder sagen wir mal so: das ist der Weg, für den ich mich zu gehen entschieden habe.

Aber die Symptome, die würde ich dennoch als äußeren Einfluss sehen. Schwach sein, wenn es draußen heiß ist. Nicht mehr laufen können, wenn der Tag lang war. Kribbeln in meinen Fingerspitzen.

Von all dem will ich unabhängig sein. Ob ich an einem Tag gut laufen kann oder nicht. Ob ich wach und fit bin oder nicht. Das soll mich nicht in meinem Innern beeinflussen. Das ist vielleicht meine Aufgabe.

Ja, und so wird das eben noch wichtiger denn je. Mit meiner Unabhängigkeit, der Freiheit von äußeren Einflüssen.

4 Kommentare zu „Freiheit von äußeren Einflüssen

  1. sofern es die eigenen Gedanken sind – wir sprachen ja darüber. ich mache die Übung weiterhin und fühle mich zunehmend gut damit. Während sich anfänglich alles dagegen sträubte, laufen die Sätze jetzt in mich rein wie ungefilterter Lebenssaft.

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  2. Die eigenen Körperempfindungen als äußere Einflüsse sehen. Ich denke zu verstehen, wie Du das meinst. Während der letzten zwei langen Wanderungen dachte ich an Dich und diese Gedanken. Gestern lagen dreißig Kilometer in der Sonne hinter mir. Meine Beine waren schwer, ich hatte eine Blase unter dem Fuß, die Wärme machte mir zu schaffen. Alles fühlte sich schwerfällig an. Ich dachte mir, es mit Deiner Sichtweise zu versuchen, um es mir leichter zu machen. Es ist eine große Herausforderung, ich war meist am Scheitern.

    Gerade fällt mir ein, ob es nicht auch ein gewisser Spagat ist. Einerseits diese Empfindungen als etwas von Außen kommendes zu erleben, aber gleichzeitig doch vollkommen körperlich zu bleiben. Meist gelingt es mir eher in der Form, dass ich in mein Zeuge-Sein switche, der eher losgelöst vom Körperlichen ist. Puh, es war eine Wärme … Und das Gehirn war ständig am Verarbeiten aller Innen- und Außeninformationen, was nicht nur zu körperlichen Regulationen, sondern auch zu Selbstgesprächen führte. Und von deren Verlauf war oftmals abhängig, in welche Richtung mein Wohlbefinden kippte.

    Für mich ein wirklich interessantes Thema. Mit dem Unterschied, dass meine langen Wanderungen mit zunehmener Erschöpfung von mir selbst zu bestimmten Zeitpunkten gewählt sind. Welch ein Luxus das ist, wird mir durch Dich bewusst.

    Entschuldige bitte, die Gedanken sind nicht zu Ende geführt,l und somit lückenhaft. Je mehr man nachdenkt, um so mehr Aspekte sind zu bedenken und irgendwann verheddere ich mich soweit, dass ich nicht mehr weiß, was stimmt oder nicht. :-)

    Einen fröhlichen Gruß Dir
    Marianne

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