Balanceakt

Da kam doch dieser Film. Im ZDF, gestern Abend, „Balanceakt“ heißt er.

Eine junge, hübsche, erfolgreiche, starke Frau (und Mutter) steht von einem Moment auf den anderen der Krankheit MS gegenüber. Und dann nimmt alles seinen Lauf. Bei vielem habe ich mich selbst sogar ein wenig wiedererkannt (außer die Sache mit dem „hübsch“ ;-)

Hab ihn geschaut. Mich hat das sehr interessiert, was die Filmemacher aus diesem Thema machen würden.

Du fragst, wie ich den Film fand? Ich bin kein großer Filmkritiker. Aber ich fand ihn irgendwie ganz gut. Sympathisch. Ein Versuch alle Facetten zu betrachten. Ohne zu bewerten, ohne zu belehren. Und man hat gemerkt, dass da auch recherchiert wurde. Das hat mir gefallen.

Familiendrama, so betitelten sie das Genre. Wenn ich so etwas üblicherweise schaue (was selten vorkommt), wie man das halt so macht nach Feierabend auf’m Sofa, dann wirkt so ein Film eine kleine Weile nach (wenn er gut gemacht war) und dann ist’s auch wieder gut. Fernseher aus. Gedankenspiel abschließen. Weiter mit dem Alltag, weiter im Programm.

Das ist aber das, was den Film gestern für mich anders macht. Ist kein Gedankenspiel. Gibt keinen Abschluss. Fernseher aus – Film läuft weiter.


Link zur Mediathek:
https://www.zdf.de/filme/der-fernsehfilm-der-woche/balanceakt-100.html

7 Kommentare zu „Balanceakt

  1. Vielen Dank für deine Einschätzung, Farouk! Ich bin zufällig in den Film „hineingeraten“, als ich Julia Koschitz erkannte, war ich gebannt, nach fünf Minuten habe ich die Handschrift der Regisseurin wiedererkannt – und dann fiel das Stichwort MS. Natürlich war der Film ab diesem Zeitpunkt ein ganz anderer für mich – weil ich dich so gut kenne, nicht aus eigener Betroffenheit.

    Filmisch toll, Julia Koschitz wie immer großartig! Wie einfühlsam, realistisch, aufklärerisch das aus Sicht eines Erkrankten umgesetzt wurde, können nur du und andere beurteilen.

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Vivian,
      ich freue mich sehr über Deinen Kommentar hier bei mir. Siehst Du, ich kannte weder Julia Koschitz noch ist die Regisseurin mir ein Begriff. Da kennst Du Dich besser aus als ich! ;) Aber, sie haben das gut gemacht, aus meiner Sicht.
      Ich freue mich auf unser nächstes Wiedersehen! :)
      LG

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  2. Ich habe den Film gesehen und gedacht: „Na, ob der Farouk wohl morgen darüber schreibt?“ Ja, hast Du und ich freue mich über Deine Einschätzung. Mich hat der Film „gepackt“, auch oder gerade, weil es keine Dokumentation war, sondern eine spannende Familien -und Beziehungsgeschichte mit vielen Facetten. Liebe Grüße! Regine

    Gefällt 1 Person

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