Da kam doch dieser Film. Im ZDF, gestern Abend, „Balanceakt“ heißt er.

Eine junge, hübsche, erfolgreiche, starke Frau (und Mutter) steht von einem Moment auf den anderen der Krankheit MS gegenüber. Und dann nimmt alles seinen Lauf. Bei vielem habe ich mich selbst sogar ein wenig wiedererkannt (außer die Sache mit dem „hübsch“ ;-)

Hab ihn geschaut. Mich hat das sehr interessiert, was die Filmemacher aus diesem Thema machen würden.

Du fragst, wie ich den Film fand? Ich bin kein großer Filmkritiker. Aber ich fand ihn irgendwie ganz gut. Sympathisch. Ein Versuch alle Facetten zu betrachten. Ohne zu bewerten, ohne zu belehren. Und man hat gemerkt, dass da auch recherchiert wurde. Das hat mir gefallen.

Familiendrama, so betitelten sie das Genre. Wenn ich so etwas üblicherweise schaue (was selten vorkommt), wie man das halt so macht nach Feierabend auf’m Sofa, dann wirkt so ein Film eine kleine Weile nach (wenn er gut gemacht war) und dann ist’s auch wieder gut. Fernseher aus. Gedankenspiel abschließen. Weiter mit dem Alltag, weiter im Programm.

Das ist aber das, was den Film gestern für mich anders macht. Ist kein Gedankenspiel. Gibt keinen Abschluss. Fernseher aus – Film läuft weiter.


Link zur Mediathek:
https://www.zdf.de/filme/der-fernsehfilm-der-woche/balanceakt-100.html