Reblog: Außer Kontrolle

Hier ist ein ganz toller Beitrag von Mia / zentrale Nervensache. Da möchte man jetzt meinen, dass ich mit meinen polarisierend anmutenden Beitragen mit parolenartigen Titeln wie „Gluten weg!“ vollkommen dagegen sprechen würde.

Das ist aber nicht so. Im Gegenteil, ich finde, Mia hat Recht, weitgehend. Vor Allem in dem Punkt, dass man auf der Hut sein sollte vor den Interessen anderer. Und da gibt’s ja viele.

Natürlich, auch eine Terry Wahls verkauft Bücher. Genau so ist die MS aber auch für die Pharmaindustrie ein milliarden-schweres Geschäft.

Nicht dogmatisch und erzwungen, sondern aufmerksam und die Blicke auf sich selbst gerichtet („Tut mir das gut?“) – und immer mit gesundem Menschenverstand.

So würde ich beschreiben, was ich als meine Lebensumstellung bezeichne.

Aber hier nun der Beitrag. Wirklich sehr zu empfehlen, lesenswert wie ich finde. Wie Mias ganzer Blog.

zentrale Nervensache

Wenn man eine Krankheitsdiagnose erhält, fühlt man sich zunächst einmal ziemlich hilflos. Von einer Sekunde auf die andere wird man von einer Vielzahl an Emotionen, Fragen und Ängsten überrollt, für die man im Grunde gar keine Zeit hat. Denn normalerweise geht ja mit der Diagnose sofort die Behandlung los. Das ist ganz schön überfordernd und nicht selten stellt sich ein Gefühl von Kontrollverlust ein.

Man ist in diesem Moment ausgeliefert:

  • der Krankheit
  • den Ärzten
  • den eigenen Gefühlen und Ängsten
  • dem ebenfalls überforderten, aber nicht immer empathischen Umfeld

Keine Ahnung, wie es dir geht, aber ich hasse Kontrollverlust. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben und halte mich für den einzigen Menschen, der das Recht hat, darüber zu bestimmen, was in meinem Leben passiert.

Tja. Sag das mal der MS. Die ist kein Mensch und deshalb ist es ihr herzlich egal, was ich von ihrer Invasion in meinem Leben halte.

Also…

Ursprünglichen Post anzeigen 843 weitere Wörter

2 Kommentare zu „Reblog: Außer Kontrolle

  1. Hallo Farouk, vielen Dank für den Hinweis zu Mias Beitrag. Als nicht Betroffene zögere ich meist, meinen Kommentar abzugeben, da ich nicht wirklich mitreden kann. Dieses Thema jedoch betrifft eigentlich alle. So lange man gesundheitlich keine so großen Probleme hat, wie ich momentan, redet man leicht einfach nur ahnungslos dahin.

    Diese Flut an Angeboten ist ja vor allem dann tückisch, wenn es einem richtig schlecht geht, man sich nach Linderung und Besserung sehnt. Schnell ist man versucht, dies zu probieren und das auszuprobieren. Meinen Erfahrungen nach stresst das womöglich ausgelöste Hin und Her den Körper. Nicht nur wegen eventuell enthaltener Substanzen (was auch immer), sondern auch wegen der damit einhergehenden Erwartungen und Enttäuschungen, die man dann ja noch zusätzlich verarbeiten muss. Selbst wenn man sich gar nicht so viel versprochen hat, spürt und schaut man genauer auf körperliche Reaktionen, und so ist ständig im Fokus, womit man vielleicht besser leben könnte, wenn die Aufmerksamkeit mehr für schönere Wahrnehmungen frei wäre.

    Gerade fiel mir ein, dass ich als Kind oft zu hören bekam: In der Ruhe liegt die Kraft. Ich verstand das immer so, dass ich die Dinge ruhiger und unaufgeregter angehen sollte, weil ich dann weniger schusselig wäre, mehr richtig machen würde. Eben fiel mir eine weitere Bedeutung ein: Unter „in der Ruhe liegt die Kraft“ kann man auch verstehen, dass man sich nicht durch immer Neues stresst, was den Körper schwächt. Aber ein Gesunder hat da gut reden, ich weiß. Notgedrungen hilft ja manchmal nur ein Ausprobieren, um für sich das Richtige herauszufinden.

    Tja, so habe ich am Ende nur im Kreis geschrieben. ;-)

    Bleibt nur ein Gedanke: Es ist mal wieder von Vorteil, wenn man in medizinisch guten Händen ist, denen man wirklich vertrauen kann, so dass einem viele dieser Irrwege erspart bleiben.

    Liebe Grüße – Marianne

    Gefällt 1 Person

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