Glaube

Glaube. Ist Glaube eigentlich eine Form von Flucht? Innere Flucht vor der kalten Wirklichkeit? Kann das sein? Wie siehst du das? Mit dieser Frage ist keine These impliziert. Manchmal frage ich mich das nur, wenn ich das wohlige Gefühl des Rückzugs habe, wenn ich mich an frühen Morgenstunden in meine Bibel zurückziehe. Nein, nicht der Glaube ist es. Es ist das Gebet, das diese Funktion vielleicht hat. Vielleicht. Oder? Doch beides? Und vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Aber man kann ja mal fragen.

12 Kommentare zu „Glaube

  1. In mir ist Ewigkeit
    das Grösste überhaupt
    das ich empfinde
    an jedem Ort
    zu jeder Zeit
    bist du das Leben
    Wort für Wort
    mit dem ich mich verbinde
    bist du der Himmel
    tief in mir
    der Liebe
    und der Wahrheit Gründe

    http://brigwords.com/2018/01/12/das-groesste-ueberhaupt/

    Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende (Prediger 3,11)

    ist es vielleicht deshalb, dass wir nach Gott suchen, weil er in unser Herz gelegt ist?
    Was ist denn Wirklichkeit? Nur das was wir sehen und benennen können?

    Für mich bedeutet Glaube Lebensfreude pur. Vorfreude aufs nach Hause kommen nach einer abenteuerlichen Erdenreise. Der Glaube an das Leben, an das Ewige, an Gott, gibt meiner Reise tiefen Sinn, er lässt mich positiv in die Zukunft schauen und bestimmt die Begegnungen mit meinen Mitmenschen. Das Grösste überhaupt, dass ich empfinde.

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    1. „Für mich bedeutet Glaube Lebensfreude pur.“ – das finde ich sehr schön. Und auch anders herum auch: Wenn ich einmal die Lebensfreude nicht so spüren kann (sondern im Gegenteil alles „doof“ finde) dann habe ich ein schlechtes Gewissen, dass ich das Gute nicht erkenne und außer Acht lasse.

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  2. ich seh es ungefähr wie den Rückzug aus den Tagesgeschäften bei Nacht. Innenwendung, Neu sich verbinden. Um die eigene Richtung zu finden bzw sich ihrer bewusster zu werden. Sich seiner eigenen Kraft zu vergewissern und sie ins Herz zu lenken, anstatt sie nach außen zu verausgaben.
    Die Nacht ist notwendiger Teil des Tageszyklus, der heute oft verdrängt wird, denn sobald es dunkel wird, gehen die elektrischen Lichter an, man geht „aus“, anstatt in sich, man beschallt sich, anstatt nach Innen zu lauschen. Man fürchtet sich vor der Dunkelheit, in der doch das innere Licht weit besser zu erkennen ist als am Tage.

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    1. „… man geht „aus“, anstatt in sich…“ – ja, das trifft auf so viele Bereiche unserer modernen Gesellschaft zu. Und bist du nach innen gewandt, giltst du als sonderbar oder einfach langweilig…

      Danke für Deinen Kommentar, liebe Gerda, sehr gut gesagt.
      LG

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  3. Ich glaube! Da muss ich nicht diskutieren.. Manchmal unglaublich, wie sich eine verfahrene Situation klärt, wie sich vermeidliche Sackgassen auflösen. Gott ist immer schon da- keine Zauberei, keine okkulte Handlung. Manchmal auf andere Weise als ich es geplant und vielleicht gedacht habe, geht es weiter. Gott begleitet mein Leben. Die Tiefpunkte, in denen ich meine Trauer und Wut heraus lasse, genauso aber auch die vielen schönen Momente die mein Leben für mich bereithält. Gott schenkt mir Zuversicht.

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  4. Moin, ich bin nicht sicher, ob der Vergleich für jemanden mit MS passt. Aber in der 1. Episode der Alphakurs Filmserie sagt Bear Grylls, dass der Glaube oft als Krücke bezeichnet wird. Aber für ihn ist dieser Vergleich okay, denn eine Krücke hilft, zu stehen und macht stärker – auch in den Stürmen des Lebens. Mir hat der Umgang mit diesem Vergleich gefallen.
    Für mich persönlich ist der Glaube an Gott (ohne theologisch weit auszuholen) so etwas wie eine gelebte Beziehung. Glaube ist nicht: ich muss, sondern: ich bin wertgeachtet und geliebt. Auch das stärkt mich und lässt mich aufrecht stehen.

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