Wie kommt es eigentlich…

…dass das Leben so schön ist, wenn man nicht nach hinten, sondern nach vorne schaut?

Als ich dieses Foto gesehen habe (hab’ ich vor ein paar Tagen geknipst) kam mir diese Frage in den Sinn. Wenn ich diese Landschaft da sehe in dem warmen, ruhigen Licht mit dem weiten Blick in eine Richtung, nämlich nach vorn, empfinde ich…so viel Gutes. Sicherheit, Hoffnung und Vertrauen. Und ein klares Ziel: das Leben kommt, so wie es ist. Und wenn du nach vorne siehst und gehst, dann ist da die Hoffnung und sie leitet dich weiter voran. Und die Reue über alles, was hinter dir liegt, wird verblassen, verhungern wird sie. Denn für sie bleibt kein Licht, keine Nahrung, keine Aufmerksamkeit.

Und dann bleibt das alles, da vorn – und das sieht richtig gut aus und da will ich hin.

Ob krank oder nicht – ist doch egal. Ich muss halt vieles anders machen, aber ist doch egal. Und das war ja auch immer schon so, hab’ schon immer so vieles anders gemacht, nie so richtig dazu gehört und ja, schon immer war ich so langsam. Aber ist doch egal, ich war immer glücklich, hatte immer Glück. Vielleicht nicht auf den ersten, aber auf den zweiten oder dritten Blick.

Und mein Leben, Gott sei Dank, hat es verdient von mir endlich einmal gelobt zu werden. Weil: es ist nämlich echt gut!

Ja, ich bin langsam, ein bisschen plemplem und schnell erschöpft. Ja und? War alles schon immer so, auch schon vor meiner MS. War immer langsam, weil ich gründlich bin. Immer plemplem, weil immer treu, auch mir selbst. Und schnell erschöpft, ja Mann, auch das…weil ich nie Bock hatte auf den ganzen künstlich anstrengenden und trotzdem unnützen Bullshit, den wir hier alle machen.

Ich kann euch alle nur ermutigen. Denn, wenn ich es schaffe – ich alter Nörgler und Zweifler – so positiv auf das Leben zu schauen – dann schaffen wir das alle. Versprochen.

6 Kommentare zu „Wie kommt es eigentlich…

  1. … hatte immer Glück. Vielleicht nicht auf den ersten, aber auf den zweiten oder dritten Blick.

    So eine positive Einstellung ist besser, als immer zu kämpfen. Ist es aber nicht auch immer so, dass man für sein Glück auch etwas tun muss – nötigenfalls kämpfen? Liebe Grüße aus dem Süden ohne Schnee

    Gefällt 1 Person

    1. …ja, es ist sicher so. Für sein Glück muss man oft etwas tun und auch dafür kämpfen. Ich glaube, ebenso wichtig ist es, das eigene Glück – ganz gleich, ob geschenkt oder erkämpft – zu erkennen und wahrzunehmen. Das fällt uns oft schwer, glaube ich. Zumindest bin ich da nicht so geübt drin…
      Liebe Grüße zurück, Farouk

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