Reblog: Außer Kontrolle

Hier ist ein ganz toller Beitrag von Mia / zentrale Nervensache. Da möchte man jetzt meinen, dass ich mit meinen polarisierend anmutenden Beitragen mit parolenartigen Titeln wie „Gluten weg!“ vollkommen dagegen sprechen würde.

Das ist aber nicht so. Im Gegenteil, ich finde, Mia hat Recht, weitgehend. Vor Allem in dem Punkt, dass man auf der Hut sein sollte vor den Interessen anderer. Und da gibt’s ja viele.

Natürlich, auch eine Terry Wahls verkauft Bücher. Genau so ist die MS aber auch für die Pharmaindustrie ein milliarden-schweres Geschäft.

Nicht dogmatisch und erzwungen, sondern aufmerksam und die Blicke auf sich selbst gerichtet („Tut mir das gut?“) – und immer mit gesundem Menschenverstand.

So würde ich beschreiben, was ich als meine Lebensumstellung bezeichne.

Aber hier nun der Beitrag. Wirklich sehr zu empfehlen, lesenswert wie ich finde. Wie Mias ganzer Blog.

zentrale Nervensache

Wenn man eine Krankheitsdiagnose erhält, fühlt man sich zunächst einmal ziemlich hilflos. Von einer Sekunde auf die andere wird man von einer Vielzahl an Emotionen, Fragen und Ängsten überrollt, für die man im Grunde gar keine Zeit hat. Denn normalerweise geht ja mit der Diagnose sofort die Behandlung los. Das ist ganz schön überfordernd und nicht selten stellt sich ein Gefühl von Kontrollverlust ein.

Man ist in diesem Moment ausgeliefert:

  • der Krankheit
  • den Ärzten
  • den eigenen Gefühlen und Ängsten
  • dem ebenfalls überforderten, aber nicht immer empathischen Umfeld

Keine Ahnung, wie es dir geht, aber ich hasse Kontrollverlust. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben und halte mich für den einzigen Menschen, der das Recht hat, darüber zu bestimmen, was in meinem Leben passiert.

Tja. Sag das mal der MS. Die ist kein Mensch und deshalb ist es ihr herzlich egal, was ich von ihrer Invasion in meinem Leben halte.

Also…

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Meine MS, Deine MS

Vielleicht fällt es auf; immer wenn ich darüber spreche oder schreibe, nenne ich sie „meine MS“. Warum?, und warum ist mir das so wichtig? Ganz am Anfang meines Kennenlernens dieser Krankheit (bewusst nenne ich sie jetzt so anonymisiert) war mir aufgefallen, dass viele Betroffene die Multiple Sklerose in ihrem Wortgebrauch abwertend, fast obszön benannt hatten. … Weiterlesen Meine MS, Deine MS